VPN-Dienst und DNS-Leak

Schon seit längerem habe ich einen zweiten Router mit DD-WRT, welcher nonstop über openVPN zu einem VPN-Anbieter verbunden ist. Hier kam bis heute immer PureVPN↗ zum Einsatz. Dieser ist einer der größeren Anbieter, Firmensitz ist NICHT USA und von den Preisen ist PureVPN auch sehr interessant. Weiterhin ist das tolle an PureVPN, dass man sich mit 5 Clients parallel zu deren Servern verbinden kann. OpenVPN wird bei vielen aber nicht allen Servern angeboten.
Seit unserem Umzug in ländlichere Gefilde benutzen wir als DSL-Ersatz nun LTE von der Telekom↗. Von der Geschwindigkeit kann man absolut nicht meckern, nur die Drosselung nach 30GB auf 365Kbit/s nimmt man bei einem monatlichen Preis von 50€ nur Zähneknirschend hin. Zumal bei uns aufgrund der ländlicheren Gegen nur LTE mit 800Mhz verfügbar ist, was maximal 50Mbit/s schafft. (Gedanke: Telekom Call and Surf Comfort via Funk gibt es bis 100Mbit/s, was allerdings nur bei LTE mit 1800Mhz oder 2600Mhz verfügbar ist. Nun kommen diese Frequenzen aber auch nur in dichter besiedelteren Gegenden zum Einsatz. Jedoch ist in dichter besiedelteren Gegenden meist auch Kabel, Glasfaser oder VDSL für einen weitaus günstigeren Preis zu erwerben..?!)

 

Geschwindigkeit Telekom Call and Surf Comfort via Funk LTE800

Nun, als Alternative gäbe es nur ein DSL-Anschluss mit <2000kbit, weswegen unserer derzeitiger Anbieter auch anstandslos den außerordentlichen Kündigungsgrund akzeptiert hat.

Nun habe ich also meinen TP-Link WR1043ND↗, auf dem DD-WRT mit konfigurierter VPN-Verbindung aufgebaut und musste feststellen, dass er Verbindungsprobleme hatte. Nach etwas herumspielen mit der OpenVPN-GUI direkt auf dem Rechner musste ich feststellen, das erstens openVPN über UDP über das LTE-Netz der Telekom nicht sauber läuft und PureVPN wohl derzeit Performance-Probleme mit Ihren europäischen OpenVPN-Servern hat.

Mir ist dann eingefallen, dass ich vor längerer Zeit mal bei AirVPN.org↗ nach einem 3-Tages-Gratis-Account gefragt hatte und diesen auch prombt bekommen habe. Diesen also aktiviert. Was positiv ins Auge fällt: AirVPN nutzt nur OpenVPN. L2TP und PPTP sollte man wenn man auf Anonymität aus ist nicht mehr nutzen. Geht es lediglich darum ausländische Streamingdienste wie Hulu, Netflix und co zu nutzen reichen diese jedoch allemal aus. Außerdem bietet AirVPN als einziger VPN-Anbieter einen Livestatus ihrer Server, was ich bei PureVPN immer sehr vermisst habe. Außerdem lässt sich der OpenVPN-Tunnel durch eine SSH- oder SSL-Verbindung weiter tarnen, was besondern interessant ist, wenn der ISP VPN-Verbindungen unterbinden möchte. Auch bei den Ports bietet sich eine große Auswahl, so kann man seine OpenVPN-Verbindung zum AirVPN-Server auch über Port 80 laufen lassen, der bei jedem Internetanschluss offen sein sollte.

Nach dem ersten Verbinden war ich von der Geschwindigkeit positiv überrascht.

Geschwindigkeit AirVPN-Server Amsterdam über LTE

 

Nun bietet AirVPN auf einer externen Seite den Service seine VPN-Verbindung auf DNS Leaks zu überprüfen und da war die Freude schnell verblast. Unter ipleak.net↗ kam folgendes heraus:

 

DNS-Leak-AirVPN

Windows, ich verdamme dich! …und mich, dass ich es immer noch verwende! Auch über den Router, in dem ich mittlerweile AirVPN eingerichtet habe, besteht das Problem:

DNSLeak_AirVPN_DD-WRT

Spaßeshalber habe ich mal den Test gemacht, mich mit meinem VPN-Router zu verbinden und dann noch eine VPN-Verbindung mittels der AirVPN-Software herzustellen und siehe da:

AirVPN-DNS-Leak-DD-WRT-und-Clientsoftware

Nur blieben dann natürlich die erwarteten Geschwindigkeitsverluste nicht aus:

Speedtest doppelt OpenVPN von AirVPN

 

Doch woran liegt das? Microsoft Windows benutzt trotz aktiver OpenVPN-Verbindung manchmal eine direkte Verbindung zum DNS-Server der im System hinterlegt ist, was meistens der des Internet Service Providers ist. Deswegen in meinem Fall Deutsche Telekom. Wink mit dem Zaunpfahl an mich: Es gibt was zu tun! Ich werde mich mal ransetzen und dieses Problem sowohl auf dem Router als auch auf dem Windows-Computer beheben. Mein Android-Telefon mit dem VPN-Router verbunden zeigte übrigens kein DNS-Leak:

DNS-Leak-Android AirVPN

 

Ich werde mich in nächster Zeit mit dem Thema befassen und Lösungen präsentieren. Natürlich nur für mich! Als Notiz! 😉

 

 

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